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Im St. Gertrude Shop: Literatur zu Hannah Höch.

Hannah Höch gilt als wichtigste Künstlerin der frühen Avantgarde in Deutschland. Gemeinsam mit Raoul Hausmann hat sie die Montage entwickelt und damit eine Technik geprägt, die zu den zentralen Ausdrucksformen der gesamten Moderne zählt. Frech, hintersinnig und voller Witz sind diese aus Zeitungsfragmenten zusammengesetzten Arbeiten, die nicht nur eine begnadete Erfindungsgabe, sondern auch einen unabhängigen politischen Geist offenbaren.

Neben den politischen Montagen hat sie ein vielgestaltiges Werk geschaffen, das sich durch eine große Bandbreite unterschiedlicher Stile und Gattungen auszeichnet. Wie Gegenbilder zu ihren scharfsichtigen Analysen tagespolitischer Ereignisse wirken ihre Beschäftigungen mit den beiden großen Themen Natur und Pflanzen sowie Paare und Beziehungen, die sich durch ihre zahlreichen Tusch- und Bleistiftzeichnungen, Aquarelle, Ölgemälde, Gouachen, Linolschnitte und Montagen ziehen. Zeitlebens setzte sich die an der Kunstgewerbeschule Berlin ausgebildete Künstlerin für die Gleichberechtigung von Kunsthandwerk und freier Kunst ein, die sie in ihrer von ornamentalem Sehen und analytischem Formverständnis geprägten Kunst verband.