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Hervé Bohnerts Werk dreht sich um Eros, Tod und Vergänglichkeit. Aus alten Fundstücken von Flohmärkten wie etwa Fotografien, Stichen und Skulpturen fertigt er ungewöhnliche, teils surreale Graphiken und Objekte an, die zwischen Schönheit und Schauder, heiterer und makaberer Kunst changieren: Gesichter, die halb als Totenschädel gestaltet, Körper, die mit Skeletten überzeichnet sind. Die Anmut der Jugend verwandelt sich in die Verwesung des Fleisches. Mit diesem Themenspektrum knüpft Bohnert an traditionelle Sujets wie „Der Tod und das Mädchen“ und den mittelalterlichen Totentanz an und bereichert sie um neue Darstellungsweisen.

Das Wunderbare fasziniert ihn, das Eigentümliche, ja, das Groteske, das alle menschlichen Kulturen in ihren Ritualen ausgebildet haben, um Antworten auf die Fragen nach den letzten Dingen zu finden. So sammelt Bohnert u.a. Schädel, Kreuze und indigene Kunst. Sein Atelier gleicht einer Wunderkammer, einem Konglomerat kurioser Gegenstände, aus denen er in kreativer Anverwandlung klassischer Montage- und Collageverfahren stets neue Ausdrucksformen entwickelt – und damit möglicherweise Antworten auf die Frage nach den letzten Dingen findet...