Biography

Jürgen Brodwolf, geb. 1932 in Dübendorf bei Zürich, absolviert zunächst von 1948 bis 1952 eine Lehre als Zeichner und Lithograph und besucht von 1950 bis 1952 die Kunstgewerbeschule in Bern. Bereits 1959 entdeckt er die „Tubenfigur", die zunächst seine Zeichnungen, seit Beginn der 1970er Jahre seine Plastiken und seit Mitte der 1970er Jahre auch seine Objektbilder prägt. Von 1976 bis 1982 hatte er eine Professur für Zeichnen an der Fachhochschule für Gestaltung in Pforzheim, von 1982 bis 1994 für Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart inne. Seine Werke waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zu sehen, darunter auf der documenta 6 in Kassel 1977 und der Biennale von Venedig 1982. Sie sind in bedeutenden öffentlichen Sammlungen vertreten wie u.a. dem Kunstmuseum Basel, der Kunsthalle Bremen, dem Busch-Reisinger-Museum in Cambridge, USA, dem Wilhelm-Lehmbruck-Museum Duisburg, dem Sprengel Museum Hannover, dem Karl Ernst Osthaus-Museum Hagen, dem Kunstmuseum Winterthur und dem Kunsthaus Zürich. Er lebt und arbeitet in Kandern, Südbaden.

CV

Leben

1932
in Dübendorf bei Zürich geboren
1948 – 1952
Ausbildung als Zeichner und Lithograph in der Kunstanstalt Brügger, Meiringen
1950 – 1952
Besuch der Graphikklasse Eugen Jordi an der Kunstgewerbeschule Bern
1955 – 1960
Tätigkeit als Freskenrestaurator
1953 – 1954
Aufenthalt in Paris
1956
Heirat mit der Restauratorin Adelheid Ueberwasser
1959
Entdeckung der Tubenfigur
1976 – 1982
Professur für Zeichnen an der Fachhochschule für Gestaltung, Pforzheim
1977
Teilnahme an der documenta 6, Kassel
1982
Teilnahme an der Biennale Venedig: Aperto 1982
1982 – 1994
Professur für Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste, Stuttgart
2005
Gründung der Jürgen Brodwolf Stiftung Kandern

Stipendien und Preise

2011
Erich-Heckel-Preis, Freundeskreis des Künstlerbundes Baden-Württemberg
2008
Artist in Residence, Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop
1995
Kunstpreis der Künstler, Düsseldorf
1989
Kunstpreis der Stadt Stuttgart
1986
Kunstpreis der Stadt Darmstadt
1981
Hans-Thoma-Preis für Malerei des Landes Baden-Württemberg
1975
Kunstpreis der Böttcherstrasse, Bremen
1970
Förderpreis der Reinhold-Schneider-Stiftung, Freiburg
1968
Stipendium der Akademie der Künste, Berlin
1955
Eidgenössisches Kunststipendium für Malerei

Einzelausstellungen (Auswahl)

2022
„Paraphrasen", Kunstmuseum Bayreuth
2016
„Thema Figur", Blankenhorn-Palais, Markgräfler Museum Mühlheim
2015
„Zeitschichten", Galerie der Stadt Tuttlingen
2012
„Retrospektive der Figur – Jürgen Brodwolf zum 80. Geburtstag", Museum Moderner Kunst Wörlen, Passau
 
„Retrospektive zum 80. Geburtstag", Villa Hais Museum für Zeitgenössische Kunst, Zell am Hammersbach
2010
„Cato - Die Flut", Kunstkaten Ahrenshoop
 
„Zeitspur. Installationen – Buchobjekte – Figurenschreine", Kunstpalais Badenweiler
2009
Kunstsammlung Neubrandenburg
2008
Kunsthalle Wil, Schweiz
 
Museum Schloss Bonndorf
2007
Kunstmuseum Bayreuth
2006
„Figurenstätte", Kunstmuseum Alte Post, Mühlheim a. d. Ruhr
2005
„Inwendig voller Figur", Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau
 
„Metamorphose einer Figur", Kunsthalle Weimar Harry Graf Kessler
2004 – 2005
„Figurenschule", Museum für neue Kunst, Freiburg
2004
„Nekropolis", Museum für Sepulkralkultur, Kassel
2003
Micus-Museum, Ibiza
 
Kunstmuseum Bayreuth
2002
Galerie der Stadt Felbach
 
Kunstverein Kirchzarten
 
Kunsthalle Villa Kobe, Halle an der Saale
2001
„Von Rodin bis Baselitz. Der Torso in der Skulptur der Moderne“, Staatsgalerie Stuttgart (Gruppenausstellung)
 
„Figurenräume", Marburger Universitätsmuseum für Bildende Kunst
 
Städtische Sammlungen, Schweinfurt
 
Spendhaus Reutlingen
2000
Sosta d'Arte, Convento di Fescoggia, Malcantone, Tessin
1999
PCC-Kunstraum Weimar
 
Kunstsammlung Neubrandenburg
 
„Iceland", Städtische Kunsthalle Mannheim
1998
Kunstverein Würzburg
1997
Kunstverein Jena
 
Museum Osnabrück
1996
Kunstverein Pforzheim
1995
Märkisches Museum, Witten
 
St. Petri-Kirche, Lübeck
 
Lindenau-Museum, Altenberg
1993
Kunstmuseum Singen
 
Forum Rottweil
 
„Das Archiv der Zeichnungen", Gerhard Marcks-Haus, Bremen
1992
„Zufall als Prinzip“, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen (Gruppenausstellung)
 
„Stätten und Stationen", Institut Mathildenhöhe, Darmstadt
 
Galerie der Stadt Stuttgart
1991
Kunstverein Weil am Rhein
1990
„Gegenwart – Ewigkeit“, Gropius-Bau, Berlin (Gruppenausstellung)
1988
„Inszenierungen einer Figur", Institut für moderne Kunst, Nürnberg
 
Kunsthaus, Grenchen, Schweiz
1987
„Figürliche Plastik der Gegenwart“, Kunsthalle Darmstadt (Gruppenausstellung)
 
Kunststation St. Peter, Köln
1986
„Aquarelle, Zeichnungen", Spendhaus Reutlingen, Hans-Thoma-Gesellschaft
1985
Sprengel Museum, Hannover
 
Dominikanerkirche Osnabrück (Museum- und Kunstverein Osnabrück)
 
„Apokalypse/ Ein Prinzip Hoffnung? Ernst Bloch zum 100. Geburtstag", Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen (Gruppenausstellung)
1984
Kunstverein Ingolstadt
 
„Thema Figur", Städtische Galerie, Erlangen
1982
Kunstverein Ulm
1981
Hans-Thoma-Museum, Bernau
1980
Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen
1979
Kunstverein Kassel
1978
Kunstverein Hochrhein, Bad Säckingen
1977
Paula-Modersohn-Becker-Haus, Bremen
1976
„Figuren 1959-1976", Kunstverein Braunschweig
 
Heidelberger Kunstverein
 
Kunstverein München
1975
„Figuren", Wilhelm-Lehmbruck Museum, Duisburg
 
Karl Ernst Osthaus-Museum, Hagen
1974
Kunstverein Freiburg
 
„Spurensicherung. Archäologie und Erinnerung", Kunstverein in Hamburg (Gruppenausstellung)
1973
Württembergischer Kunstverein, Stuttgart