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In den Arbeiten des chinesischen Künstlers Xuan Wang (geb. 1979) begegnen sich verschiedene Kulturen und Zeiten: Fernost trifft auf West, Tradition auf Moderne. Die altmeisterlichen Acrylmalereien auf Papier sind voller vertrauter Zitate. Stile und Motive klassischer europäischer Kunstgeschichte verbinden sich mit einer asiatisch-indischen Ästhetik. In seinen mit haarfeinem Pinsel ausgeführten Arbeiten verschränken sich Hochkunstmotive mit Alltagsobjekten zu stilllebenartigen Miniaturen. Ihr surrealer Charakter speist sich wesentlich aus dem Kontrast zwischen der sorgfältigen hyperrealistischen Malweise und dem alogischen Bildgefüge. Gemälde schmelzen förmlich dahin, Skulpturen zerfließen und Motive verwischen. Wangs Arbeiten verbinden die verschiedenen Kulturen von Orient und Okzident zu einer neuen Einheit. Als west-östlicher Brückenbauer geht es ihm dabei vor allem um die Rettung unserer krisenbedrohten Kultur.